Müllfrei

Zero Waste Tipps für Anfänger

Das Jahr ist nun ein paar Tage alt, die Neujahrsvorsätze noch frisch.
Dein Ziel dieses Jahr: Weniger Müll produzieren.
Nur wie?
Zero Waste, dh. null Müll, ist für dich im Moment unvorstellbar! Lieber wäre es dir langsam zu beginnen.
Aber ist das überhaupt leistbar?
Die Plastik-Alternativen sehen so teuer aus und verpackungsfrei einkaufen, wie soll denn das gehen, ohne einen Verpackungsfrei-Laden?

Das sind alles Fragen die dir zu Beginn durch den Kopf gehen können, zumindest war das bei mir so.
Entspanne dich, atme in Ruhe ein und wieder aus. Das Jahr hat erst begonnen 😉
Und bevor du deine Neujahrsvorsätze über den Haufen wirfst, möchte ich dir ein paar Zero Waste Tipps für Anfänger mitgeben, die ein jeder umsetzen kann.

Auch ich stand irgendwann vor der Entscheidung mein Leben in Richtung Zero Waste zu lenken. Ja, damals gab es noch nicht so viele Infos diesbezüglich im Internet. Und natürlich war klar, dass ich mit einen für mich schier unmöglichen Punkt beginnen musste. Ich habe ein Händchen für so etwas! Aber trotz meiner Anfangsschwierigkeiten, habe ich meinen Weg gefunden.

Damit es für dich einfacher ist, fange ich erst mit den gaaaaanz einfachen Dingen an. Denn es gilt, den inneren Schweinehund zu überlisten und die Neujahrsvorsätze erfolgreich umzusetzen!

Mit kleinen Schritten erlebst du laufend kleine Erfolgserlebnisse und verscheuchst so den Schweinehund zurück in seine Hundehütte (auch wenn er so süß aussieht wie einer der Zwei oben im Bild).

Außerdem macht es viel mehr Spaß, viele kleine Punkte als erledigt abhaken zu können, als wenige, aber dafür große Punkte!

Aber genug geredet, stürzen wir uns ins Vergnügen:

  • Sackerl immer mit dabei
    Ich gehe heutzutage gar nicht mehr ohne Sackerl (=Baumwollbeutel) außer Haus, damit kann ich selbst Spontankäufe einpacken. Für den Beginn, reicht ein beliebiges Sackerl aus deinem Repertoire. Ja, es darf auch aus Plastik sein, sollte es noch zuhause herum liegen 😉
  • Bevorzuge loses Gemüse und Obst vor verpackten Produkten
    Sieh dir die Frischkost-Abteilung an, im Supermarkt deiner Wahl, wo auch immer du üblicherweise einkaufen gehst.

    Gibt es lose Alternativen? zB eine unverpackte Gurke, Paprika oder Tomaten?
    Oft liegen unverpacktes und verpacktes Gemüse gleich nebeneinander, da ist es besonders einfach.
  • Kaufe Fleisch und Käse an der Theke
    Wurst muss nicht immer einzeln eingepackt werden. Übereinander gestapelt spart auch Verpackungsmüll!

    Wenn du bereit bist für den nächsten Schritt, kannst du eine bereits vorhandene Box von zuhause mitnehmen und darin alles einpacken lassen. Die meisten Supermärkte akzeptieren mittlerweile mitgebrachte Behälter.
  • Brauche deine Vorräte auf
    Vielleicht eines der wichtigsten Punkte: Vorräte an Putzmittel, Kosmetik, Lebensmittel etc. aufbrauchen.

    In meiner Abstellkammer gibt es ein eigenes Regalfach für Putzmittel. Irgendwann beschloss ich alles aufzubrauchen, bevor ich wieder Neues nachkaufen musste.
    Nie hätte ich mir gedacht, dass ich nach über 3 Jahren immer noch ein paar Flaschen davon besitze!
    Mittlerweile weiß ich, dass diese Flaschen wohl nie verschwinden werden, weil ich sie einfach nicht benötige.
    Es hat übrigens 2 Jahre gebraucht bis der Großteil der gekauften Putzmittel aufgebraucht war – unglaublich welche Menge das war!

    Herkömmliche Putzmittel kaufe ich inzwischen überhaupt nicht mehr. Mit meinen selbst gemachten Allround-Putzmittelchen komme ich ganz gut zurecht.
  • Schalt einen Gang runter und setze dich hin für deinen Kaffee
    Überlege mal ehrlich, genießt du deinen Kaffee wenn du ihn unterwegs trinkst? Gehetzt von einem Termin zum nächsten. Gedrängt zwischen einen Haufen anderer Leute, im Bus oder an der Haltestelle?

    Wenn ich wirklich einen guster auf Kaffee habe, dann nehme ich mir auch die Zeit dafür. Am liebsten setze ich mich gemütlich in ein Café und beobachte die Leute und die Umgebung – ohne Handyablenkung natürlich!
  • Nutze eine wiederverwendbare Flasche, statt neu gekaufter Einwegflasche
    Du brauchst dir nicht extra eine Flasche kaufen für diesen Zweck! Nutze was du zuhause hast: Eine geleerte Milch-, Maresi-, Wodka- oder Bierflasche (mit Bügel), sind genauso gut.

    Und die Blicke deiner Umgebung, wenn du aus einer Wodkaflasche trinkst, unbezahlbar!

So, dies sind meine Zero Waste Tipps für Anfänger. Alle Tipps sind so gewählt, dass ihr in eurer gewohnten Umgebung und mit euren gewohnten Einkaufspräferenzen starten könnt.

Und wichtig für den Beginn ist auch, dass ihr euch nicht gleich in erneute Einkäufe stürzt! Auch wenn die neuen Produkte nachhaltiger sind, hast du bestimmt schon einige Utensilien zuhause. Die gilt es so lange wie möglich zu benutzen. Erst wenn diese Utensilien (Boxen, Gläser, Becher etc) ersetzt werden müssen, kannst du dir neue, nachhaltigere Produkte kaufen. Noch besser, du suchst erst einen gebrauchten, intakten Gegenstand am Flohmarkt, Willhaben oä.

So, nun sollte ja nichts mehr schief gehen mit euren Vorsätzen!

Ich wünsche euch viel Spaß bei den ersten Schritten in Richtung Zero Waste und würde mich freuen über eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

Eure Sarah von Distelgrün

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